Herbst















Liebste Jahreszeit. Und wie jedes Jahr ein Übergang. Mit diesem bestimmten Gefühl dabei. Für uns ist Herbst, was für andere der Frühling ist.

Diese Zeit, in der bewusst wird, dass mehr Zeit im Haus verbracht werden wird, macht Lust auf Veränderung. 

Die Rüben sind in diesen Tagen emsige Ausräumer. Es ist, als würden sie ihre Kindheit und alles, was daran erinnert, unbedingt ablegen wollen.
Rübe zwei ist damit schon weiter. Typisch. Er ist schon immer derjenige gewesen, der mutiger ist mit solchen Schritten. Rübe eins tut es ihm irgendwann nach, aber er braucht sehr viel mehr Entscheidungszeit.

Nun findet sich kein Lego mehr im ersten Rübenzimmer. Dafür ist mein Nähzimmer Abladeort geworden. Wir sortieren.

Ich mag das erste neue Rübenzimmer. Klar und ohne viel Tand. Trotzdem ist es gemütlich. Immer öfter machen sie sich abends eine heimelige Duftkerze an.
Das geerbte Bett vom Herzbuben und seinen Brüdern wird demnächst einem Schlafsofa weichen. Ausgesucht wurde es schon. 

Auch ich fing mit 13 Jahren an mein Zimmer zu gestalten. Die orangene Tapete aus den 80ern überstrich ich dick mit weißer Farbe. Ganz allein. Ich bekam ein Jugendzimmer, ein typisches Ost-Bett mit diesen Schiebelehnen, hinter denen sich Stauraum verbarg.

Im ARD-Fernsehfilm "Willkommen bei den Honeckers" kann man so ein Bett im Zimmer des Protagonisten sehen. Eine witzige Erinnerung.

***

Im Herbst backe ich mehr, trinke sehr viel Ingwertee und koche öfter Eintöpfe. Wir alle lieben Eintöpfe und abends eine Tasse warmen Tee oder Kakao.

Auf unseren neuen roten Sofas sitzt es sich wahnsinnig gemütlich. Letzte Woche kauften wir knallorangene Samtkissen beim großen gelben Möbelriesen.

Jetzt sitzen wir viel öfter im Wohnzimmer. Lesend, strickend, Vokabeln lernend, spielend, Filme schauend.

Manchmal schaue ich auf Instagram diese vielen Hausbau-Bilder an und denke: wow, die sind vom Einzugstag an alle perfekt eingerichtet! 

Das sind wir gar nicht. Uns fehlt noch nach 18 Monaten so viel... 
Im Bad ist ein IVAR-Regal bisher das einzige Möbelstück, die Garderobe im Flur besteht aus "Wir nehmen erstmal die"-Garderobenhaken aus der Hamburger Wohnung von 2004 und meine Kiefernholzkommode, das erste Möbelstück, was ich 1995 für meine erste eigene Wohnung gekauft habe.

Auf der beheizten Fenstersitzbank im Wohnzimmer ist noch immer keine Holzplatte und bei dem Durcheinander im Hauswirtschaftsraum lässt man die Tür lieber zu.

Nein, einer Interiorchallenge halten wir wohl im Leben nicht stand. *lach* 
Dafür findet es jeder Besuch bei uns "wahnsinnig gemütlich" und wohnen tatsächlich wirklich gern hier! 


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